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Die SZ-Journalisten Cathrin Kahlweit und Julian Hans lassen die Katze aus dem Sack, als sie die Kämpfe um den Kessel im Debalzewe beim Namen nennen. Dort sind Einheiten der ukrainischen Armee eingekesselt und Kiew will das Stück Land nicht aufgeben. Diese Lage der ukrainischen Armee wird in deutschen Nachrichten verschwiegen. Warum?

 


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...nur ohne sie Frieden für die Ukraine

von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait*

Brigitte Queck gibt uns eine gründliche Aufklärung darüber, ebenso warum Moskau nicht bereit ist, die Nachschubwege für die Milizen der Region zu kappen, solange im Osten der Ukraine NATO-Kräfte präsent und aktiv als Feind im Land agieren. Das wollen Mainstream Medien wie ARD und andere vor der Öffentlichkeit vertuschen, verschweigen. Auch der Konsens unter Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine für eine Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Unterstützung des Friedensprozesses in der Ukraine, die auf Initiative des Kreml im Sicherheitsrat seit Sonntag 15.2. auf der Tagesordnung steht. Cathrin Kahrweit informiert uns darüber und fügt hinzu, dass am Sonntag 15.2. zu diesem Anliegen eine Telefonkonferenz erfolgte von Kanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten François Hollande sowie Russlands Präsident Wladimir Putin und Poroschenko. Aus den USA und vom perfiden Albion kein Ton, keine Unterstützung darüber. Ihr Schweigen spricht für sich selbst und am lautesten ihre Feindseligkeit aus.

Ukrainische Volksmilizkräfte versuchen (inzwischen) mit allen Kräften das Dorf Logwinowo unter ihre Kontrolle zu bekommen, das sich in der Nähe von Debalzewo befindet. Das ist nicht nur damit verbunden, dass es sich an der Verbindungsstraße Debalzewo-Artemowsk befindet, sondern auch damit, dass sich unweit von Logwinowo eine ziemlich große Unterabteilung von bewaffneten NATO-Streitkräften, bzw. westlichen Söldnern befindet, die aus dem Kessel herauskommen wollen. Im Verlaufe der letzten zwei Tage haben die ukrainischen Streitkräfte scharfe Attacken gegen die Volksmiliz geführt, mit dem Ziel, die Blockade dieser Unterabteilung zu brechen.
 






 

Auf der Grundlage von abgefangenen Nachrichten durch die Volksmiliz von Noworossija war das klar, denn es waren dort vornehmlich die Sprachen englisch und polnisch zu hören. Das Gleiche wurde Tage später vom Verteidigungsministerium der Donezker Volksmilizen bekräftigt. ... auf der Grundlage von Daten wird berichtet, dass ausländische Söldner aus Frankreich, Polen, Großbritannien und den USA anwesend sind. Eduard Basurin, Verteidigungsminister von Donezk berichtete ebenfalls, dass die ukrainischen Kräfte gegenwärtig dabei sind, alle Beweise zu vernichten, dass auf der Seite des ukrainischen Militärs ausländische Söldner kämpfen und auch die Tatsache, dass die ukrainischen Truppen amerikanische Gewehre benutzen.
"Ich bin kein blutrünstiger Mensch", sagte Eduard Basurin. "Aber sollten wir uns nicht allmählich von ihnen trennen? Wir werden ihnen die Chance geben, am Leben zu bleiben. Aber allen muss klar sein, dass das der Feind ist, der sich auf unserem Boden befindet."

Indirekt hat die Tatsache, dass sich Militärkräfte der NATO in der Ukraine befinden, der Kongressabgeordnete und früherer Präsidentschaftskandidat der USA, Ron Pol, bekräftigt. Er trat gestern (14.2.) auf einer Konferenz in Washington vor Studenten auf und unterstrich, dass die Amerikaner das Beste für die Ukraine tun könnten, wenn sie aufhören würden, sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einzumischen.“ Eines kann ich mit Sicherheit sagen, dass am Staatsstreich in der Ukraine die NATO und EU beteiligt waren. Das ist eine unbestreitbare Tatsache. Meine Meinung dazu ist, dass es notwendig ist, aus der Ukraine unverzüglich die Vereinigten Staaten von Amerika und die NATO abzuziehen.“ Die Meinung von Experten ist, wenn es heute bis 24.00 Uhr nicht möglich ist, Logwinowo einzunehmen und die Blockade der Unterabteilung von NATO-Streitkräften aufzuheben, dann werden morgen, ungeachtet der verkündeten Waffenruhe, seitens der ukrainischen Streitkräfte die Kampfhandlungen weitergehen. (aus Ukraine im Februar 2015 : Unweit von Logwinowo wird eine Unterabteilung von Spezialkräften der NATO blockiert. Quelle: zagopod.com Übersetzt aus dem Russischen: Brigitte Queck)

Die Mahnung des Abgeordneten im Bundestag Andrej Hunko (DIE LINKE.) gewinnt in diesem Zusammenhang an starker Stichhaltigkeit und Aktualität und ist politisch zu berücksichtigen:

Die Bundesregierung trägt aber wesentlich Verantwortung für entscheidende Paradigmen der Eskalation: Die Anerkennung des verfassungswidrigen Umsturzes in der Ukraine vor einem Jahr, die Leugnung der faschistischen Kräfte auf dem Maidan sowie bei der jetzigen ukrainischen Regierung, die einseitige Schuldzuschreibung an Russland und die eskalierende Wirkung der Sanktionen... die Bundesregierung bleibt Teil eines antirussischen Eskalationsbündnisses. ... (aus "Im Eskalationsbündnis" - Gastkolumne von Andrej Hunko, UZ,13.2.)

Die Sache erfordert, dass alle diplomatischen Anstrengungen dafür eingesetzt werden, um die USA-NATO mit ihren aggressiven Kräften hinter der kriminellen Kiewer Regierung zu isolieren und sie aus der Ukraine herauszuwerfen. Andernfalls hat kein Friedens-Abkommen über die Ukraine eine Zukunft.

© Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Quellenangaben:

  • Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 16.2.: "Stunde Null auf zerschossener Erde" von Cathrin Kahlweit und "Ukraine - Heikle erste Tage" von Julian Hans

© Grafik: rotefahne.eu

Foto: Tlaxcala*Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist eine chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Studium der Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität in Santiago de Chile mit Spezialisierung auf das Völkerrecht und Praxis im Strafrecht. Nach ihrer Arbeit im Außenministerium war sie Diplomatin in Washington D.C., Wien und Jerusalem und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen.

 

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