Erst Wohnungen verscherbeln – und heute die Retter spielen?
Die Berliner Linke, die GSW-Privatisierung und ein politisches Déjà-vu
**Manchmal schreibt die politische Geschichte ihre eigenen Pointen. Man muss nur lange genug zurückblättern.**
Berlin, 2004: Der rot-rote Senat unter SPD-Regierungschef Klaus Wowereit beschließt den Verkauf der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW. Rund 65.700 Wohnungen wechseln für 405 Millionen Euro den Besitzer. Käufer sind Finanzinvestoren, darunter Cerberus und der Whitehall-Fonds von Goldman Sachs. Die öffentliche Hand verliert damit einen erheblichen Teil ihres unmittelbaren Einflusses auf einen zentralen Bereich der Daseinsvorsorge.